Abzocke Aktuell: 539 Euro – Schlüsseldienst aus Freiburg schuldig gesprochen

Veröffentlicht am 15.06.2016

Ein erst 19 Jahre alter Schlüsseldienst Freiburg wurde wegen Wucher verurteilt – er verlangte 539 Euro.Ein Schlüsseldienst Freiburg stand vor kurzem vor Gericht. Das Jugendschöffengericht am Amtsgericht Freiburg hatte darüber zu urteilen, ob der erst 19 Jahre alte Monteur sich des Wuchers schuldig gemacht hat. Dieser hatte sich zu verantworten, da er für die Türöffnung bei einem 22-jährigen Müllheimer 539,06 Euro verlangte. Kurioserweise zahlte dieser gleich 550 Euro – nicht etwa aus Großzügigkeit oder als Trinkgeld, sondern weil der junge Mann vom Schlüsselnotdienst schlicht kein Wechselgeld bei sich hatte. Im Nachgang kam es zur Anzeige, der Ausgesperrte fühlte sich als Opfer von Schlüsseldienst Abzocke, juristisch betrachtet kam es zu einer Verhandlung über die Frage: Erfüllt die Rechnung den Tatbestand des Wuchers oder nicht. Der Richterin schilderte er, wie er an einem Samstag auf dem Weg nach draußen war, um seinen Müll herunterzutragen. Dabei passierte das Malheur: Die Tür war zu, der Schlüssel lag allerdings drinnen auf dem Schreibtisch. Der angeklagte Notdienst kam, öffnete die Tür und kassierte bar ab – wie erwähnt ohne Wechselgeld herausgeben zu können.

Letztlich sprach die Richterin den Monteur schuldig. Man sah als erwiesen an, dass der Aufsperrdienst im wörtlichen Sinne eine Zwangslage ausgenutzt hatte. Recherchen, was andere Notdienste für die Dienstleistung verlangt hätten, ergaben Schlüsseldienst Kosten in einer Spanne von 39 bis 270 Euro. Aufgrund seines noch jungen Alters bewegte sich die Strafe noch im Jugendstrafrecht. Er muss 400 Euro an den Müllheimer zurückzahlen, weitere 100 Euro müssen an den Täter-Opfer-Fonds überwiesen werden. Außerdem muss der junge Monteur, der sein Gewerbe als Schlüsseldienst eigentlich schon wieder abgemeldet hatte, bis September diesen Jahres neun Bewerbungen sowie einen Ausbildungsvertrag vorweisen, da er bisher in noch keinem Ausbildungsverhältnis stand. Die von der Anklage geforderten acht Monate auf Bewährung blieben dem jungen Schlüsseldienst erspart. Die Forderung war deshalb so hoch angesetzt, da er bereits schon einmal für eine Schlüsseldienst Rechnung in Höhe von 338 Euro verurteilt worden war.