Abzocke Aktuell: Coburgerin erstattet Anzeige nach Rechnungsbetrag von mehr als 760 Euro

Veröffentlicht am 18.03.2016

Eine 50-jährige Coburgerin erstattete jüngst Anzeige bei der Polizei wegen Wucher. Ein Schlüsseldienst verlangte für seine Dienstleistung weit über 700 Euro.Sich ausgesperrt vor der eigenen Haus- oder Wohnungstür wiederzufinden, ist immer ein Ärgernis. Doch gerade abends am Wochenende ist es vielleicht noch eine Spur ärgerlicher. Genau dies passierte einer Coburgerin in der vergangenen Woche – ausgerechnet am späten Samstagabend. Dank hilfsbereiter, noch nicht schlafender Nachbarn, konnte die 50-jährige Frau aus Coburgs Osten einen Schlüsseldienst rufen. Dazu suchte sie im Telefonbuch nach einem Dienstleister in der Nähe. Nach telefonischer Zusage ließ der vermeintlich ortsansässige Fachmann allerdings länger auf sich warten. Endlich eingetroffen, war die Tür dann aber in nur wenigen Minuten geöffnet. Da kein Schlüssel von innen steckte und die Tür auch nicht verriegelt war, musste kein neuer Schließzylinder eingebaut werden, wodurch die Ausgesperrte zunächst aufatmen konnte.

Doch als sie kurz darauf die Rechnung überreicht bekam, stockte ihr doch noch der Atem: 763,39 Euro sollte sie bezahlen. Sie konfrontierte den Monteur damit, dass ihr die Kosten für die doch kurze Dienstleistung sehr hoch vorkamen, sie diese gar als Abzocke wahrnahm. Doch für sie zunächst schlüssig, erklärte der Aufsperrdienst, dass er mehr als 100 Kilometer Anfahrtsstrecke hatte – der Mann kam nämlich nicht aus Coburg, sondern aus Erfurt, was auch die lange Wartezeit bis zu seiner Ankunft erklärte. Wie allerdings aus dem Polizeibericht hervorgeht, verlangte der Monteur wohl neben einem Wochenendzuschlag auch noch einen Nachtzuschlag. Die Coburgerin hatte sich nämlich in der Woche darauf entschieden, ihren Fall aktenkundig zu machen, allerdings hatte sie die Rechnung doch bereits vor Ort beglichen. Die Polizeiinspektion Coburg ermittelt nun aber gegen das Schlüsseldienst Unternehmen – wegen Wucher. Die Erfolgsaussichten der Ausgesperrten werden allerdings nicht sehr hoch eingeschätzt seitens der Polizei. Dass aber die Polizei selbst die geforderten 763,39 Euro als überhöht ansieht, steht außer Frage, resümiert der Bericht den Preis doch als solchen, bei dem einem Tränen in die Augen steigen können.

Um auf der sicheren Seite zu sein, können Verbraucher, die sich ausgesperrt haben, stets die Hotline von Schluesseldienst-Tipp.de anrufen. Ganz ohne Call-Center wird man dort an einen Schlüsseldienst in der Nähe weitergeleitet – der Clou daran: Alle Dienstleister, die man über die Hotline erreicht, sichern die transparenten Qualitätskriterien des Portals vertraglich zu, so muss man keine Schlüsseldienst Abzocke mehr befürchten.