Türschloss

Was für ein Türschloss und welche Art von Zylinder haben Sie?

Schloss ist nicht gleich Schloss. Sie können den von Ihnen gerufenen Schlüsseldienst bei der Arbeit unterstützen, wenn Sie ihm möglichst detaillierte Informationen geben. Darunter fällt beispielsweise auch die Art des Schlosses. Auf dieser Seite finden Sie Wissenswertes zu den unterschiedlichsten Schlössern, deren Geschichte und die unterschiedlichen Verwendungszwecke. Auch die Vor- und Nachteile der einzelnen Türschlösser werden an dieser Stelle aufgelistet. Mit Hilfe dieser Informationen können Sie ganz einfach feststellen, welche Art von Schloss in Ihrer Tür verbaut ist: Handelt es sich um ein gängiges Zylinderschloss? Oder sorgt ein Sicherheitsschloss an Ihrer Tür für zusätzlichen Schutz?

Finden Sie heraus, welches Schloss in Ihrer Tür verbaut ist

TürschlossEs schadet nie, schon vor Ankunft des Schlüsseldienstes zu wissen, was für ein Türschloss man hat. Elektronisches Türschloss, Sicherheitsschloss mit Sperrbügel und Riegel oder ein gängiges Bohrmuldenschloss – um welche Variante handelt es sich? Ist die Tür von beiden Seiten über einen Doppelzylinder zugänglich oder nur von einer Seite verschließbar? Auch wenn es Ihnen um das Thema Sicherheit geht, ist es sinnvoll, sich über die Arten von Schlössern zu informieren, um die eigene Schließanlage zu verbessern. Ihr Schlüsseldienst berät Sie dabei gerne und stellt Ihnen alternative Schlösser und Zylinder vor.

Zusätzliche Informationen zu Ihrem Schloss erhalten Sie auch unter

Schlösser in der Übersicht

Das Fallriegelschloss wurde schon im 3. Jahrtausend vor Christus erfunden und dient seither Menschen dazu, ihr Eigentum und ihre Privatsphäre zu schützen. Im Gegensatz zu damals gibt es heute eine Vielzahl von Schlössern, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise funktionieren. Ob sich Ihr Schloss manuell per Schlüssel, Funk oder Magnettechnik öffnen lässt, sei dahingestellt – im Vordergrund steht stets die eigene Sicherheit. Muss einmal ein neues Schloss her, sollten Sie sich daher beim Schlüsseldienst über einbruchssichere Alternativen erkundigen, damit niemand Ihr Schloss knacken kann. Um einen fachkundigen Schlüsseldienst zu erkennen, lohnt sich ein Blick in den Werkzeugkasten. Ein Handentgrater, mit dem störende Metallsplitter entfernt werden können, sowie ein Winkelschlüsselsatz, der beim Einbau eines neuen Schlosses alte Schrauben entfernt, zählen zur Grundausstattung.

ABUS Wavy Line Pro

Beim ABUS Wavy Line Pro handelt es sich um ein Schloss bzw. einen Schließzylinder des Anbieters von Qualitätsschlössern ABUS, der höhere Sicherheit gewährleisten soll als reguläre Türöffnungen. Das Schloss zeichnet sich durch seine Manipulationssicherheit aus, beispielsweise gegen Pickwerkzeug und Schlagschlüssel. Wenn ein Einbrecher die Tür öffnen will, wird er folglich deutlich mehr Aufwand betreiben müssen oder mit seinem Vorhaben scheitern.

Bohrmuldenschloss

Beim Bohrmuldenschloss handelt es sich um ein Stiftschloss. Hier sind in Schloss und Schlüssel allerdings runde Einbuchtungen eingelassen. Nur wenn Schlüssel und Schloss exakt zusammenpassen, kann das Schloss geöffnet werden. Es handelt sich im Normalfall um Wendeschlüssel, die auf beiden Seiten identisch aussehen. Somit kann der Schlüssel von beiden Seiten eingesteckt werden.

Bramahschloss

Das Bramahschloss ist nach seinem Erfinder Joseph Bramah benannt, der dieses Schloss im 18. Jahrhundert entwickelte. Im Bramahschloss befinden sich kleine Metallplättchen, die um das Schlüsselloch angeordnet sind. Zu seiner Zeit galt das Bramahschloss als einbruchssicher und wurde vor allem bei Tresoren eingesetzt.

Buntbartschloss

Ein Buntbartschloss ist ein relativ einfaches Schloss und deshalb meist nicht an Türen zu finden, die sicher verschlossen werden müssen. Es wird stattdessen meist für Innentüren eingesetzt. Der Schlüssel besteht lediglich aus einer einfachen Schließfläche, mit der man die Stahlfeder im Schloss aufhebeln kann. Das Buntbartschloss kann schnell und problemlos mit einem Dietrich geöffnet werden.

Chubbschloss

Im 19. Jahrhundert erfand Jeremiah Chubb das Chubbschloss. Das Chubbschloss ist eine Weiterentwicklung des Buntbartschlosses und wird heute nur noch selten verwendet. Dennoch sollte ein vertrauenswürdiger Schlüsseldienst auch diese Art des Schlosses kennen.

Durchsteckschloss

Das Durchsteckschloss oder Berliner Schloss ist ein Schließzwangschloss. Dies bedeutet, dass man die Tür in jedem Fall abschließen muss, um den Schlüssel aus dem Schloss ziehen zu können. Erfunden wurde die Konstruktion, um die Sicherheit in Mietshäusern, speziell in Berlin, zu erhöhen. Sie sind seit dem 20. Jahrhundert in Berlin weit verbreitet, weshalb jeder Schlüsseldienst Berlin diese auch kennen sollte.

Einsteckschloss

Ein Einsteckschloss kann in eine Tür eingebaut werden. Es kann sich dabei um eine beliebige Schlossart (es gibt verschiedene Arten von Türen und Schlössern) handeln, beispielsweise Buntbart oder Chubbschloss. Einsteckschlösser sind DIN-genormt und unterliegen damit genauen Richtlinien. Die Distanzen zwischen den einzelnen Elementen, beispielsweise von Schlüsselloch und Außenkante etc. sind genau festgelegt.

Fallriegelschloss

Beim Fallriegelschloss handelt es sich um das älteste Schloss der Geschichte. Es findet sich bereits auf Abbildungen aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Auch bei den Ägyptern wurde dieses Schloss genutzt. Das Fallriegelschloss ist eine einfache Konstruktion bestehend aus Stift und Fallriegel, die mit einem bürstenartigen Schlüssel entriegelt werden kann. Fallriegelschlösser werden heute nur noch in wenigen Regionen der Welt genutzt. Schlüsseldienste, die den Qualitätskriterien von Schluesseldienst-Tipp.de entsprechen, sollten von dieser Art Schloss jedoch zumindest einmal gehört haben.

Funkschloss

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich beim Funkschloss um ein Schloss, das per Funksignal geöffnet werden kann. Typischerweise findet man diese Schlossart bei Autos, was den Besitzer vor besondere Probleme stellt, wenn der Autoschlüssel verloren gegangen ist. Es besteht meist die zusätzliche Möglichkeit, das Schloss mit einem Schlüssel zu öffnen. Bei Türen sind derartige Schlösser eher selten anzutreffen.

Kastenschloss

Ein Kastenschloss wird auch als Anbau- oder Aufsatzschloss tituliert. Es dient in der Regel als zusätzliche Sicherung an der Innenseite einer Tür. Die Form des Schlosses bestimmt den Namen. Es gibt verschiedene Versionen des Kastenschlosses, beispielsweise das Kasten-Fallenschloss oder das Kasten-Riegelschloss. Es wird sowohl bei nach innen als auch nach außen öffnenden Türen benutzt.

Magnetschloss

Bei einem Magnetschloss wird die Magnettechnik eingesetzt, um die Stifte innerhalb des Schlosses zu bewegen. Mithilfe der Magnetwirkung können die Stifte im Zylinder verschoben werden, bis sie sich in einer geöffneten Position befinden. Oftmals werden Magnetschlösser auch zur zusätzlichen Sicherung eines Schlosses genutzt.

Mechanisches Schließsystem

Ein mechanisches Schließsystem zeichnet Schlösser aus, die sich auf mechanische, d.h. manuelle Weise öffnen lassen. Das Gegenteil ist ein elektronisches Schließsystem oder ein Funkschließsystem wie beispielsweise beim Auto. Beim mechanischen Schließsystem findet eine Bewegung innerhalb des Schlosses statt, die durch einen Schlüssel ausgelöst wird.

Schwenkriegel

Beim Schwenkriegelschloss wird das Schloss nicht im Zylinder geschoben, sondern geschwenkt. Ein Schwenkriegelschloss ist aufgrund dieser Funktionsweise anfälliger dafür, dass Verschiebungen innerhalb des Schlosses das Öffnen der Tür unmöglich machen.

Stiftschloss

Das Stiftschloss gehört zu den aktuell gängigsten Schlössern. Im Zylinder sind verschiedene Stifte eingebaut, die nur mithilfe des passenden Schlüssels in die richtige Position gebracht werden können, in der sie dann geöffnet werden können. Eine Variante des Stiftschlosses ist das Bohrmuldenschloss, das runde Einbuchtungen hat.

Zuhaltungsschloss

Das Zuhaltungsschloss gibt es bereits seit dem 14. Jahrhundert. Es ist eine Weiterentwicklung des Fallriegelschlosses. Eine Ausführung des Zuhaltungsschlosses ist beispielsweise das Barronschloss, entwickelt von Robert Barron. In diesem befinden sich zwei Zuhaltungen aus Messing, auf denen ein Stift angebracht ist.

Zylinderschloss

Bei einem Zylinderschloss handelt es sich üblicherweise um ein Einsteckschloss, d.h. es wird ein Riegel in die Tür geschoben. Beim Zylinderschloss fungieren Schloss und Zylinder als unabhängige Elemente, was besonders dann von Vorteil ist, wenn eines der beiden ausgetauscht werden muss.

Der Zylinder – Das Kernstück jeden Schlosses

Der Zylinder ist das Kernstück der meisten Schlösser.Spricht man vom Zylinder, ist der innere Teil des Türschlosses gemeint – das Kernstück der Schließanlage. Üblicherweise befinden sich im Zylinder Stifte, die mithilfe des passenden Schlüssels auf die korrekte Position gebracht werden, was wiederum das Schloss öffnet. Unterschieden wird grundsätzlich zwischen Halbzylindern, die sich nur von einer Seite öffnen lassen, und Doppelzylindern, die von beiden Seiten der Tür zugänglich sind. Knaufzylinder sind von einer Seite aus nur mit dem Schlüssel zugänglich, während auf der anderen Seite ein Türknauf zur Verfügung steht, der die Tür ganz einfach öffnet. Alle Zylinder unterliegen den Normen DIN EN 1303 „Schließzylinder für Schlösser“ oder DIN 18252 „Profilzylinder für Türschlösser“, die die Leistungsfähigkeit des Schlosses festlegen und so als Sicherheitstechnik dienen.

Profilzylinder

Ein Profilzylinder ist eine der am weitesten verbreiteten Formen von Schlössern. Den Profilzylinder gibt es in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise als Profildoppelzylinder, Knaufzylinder, Halbzylinder etc. Der Profilzylinder hat die typische Schlossform: oben rund, nach unten länglich.

Profildoppelzylinder

Beim Profildoppelzylinder handelt es sich um die gebräuchlichste Variante des Profilzylinders. Ein Profildoppelzylinder lässt sich von beiden Seiten aus sperren. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn auf einer Seite ein Schlüssel steckt. Das Schloss wird besonders dann eingesetzt, wenn ein Aussperren bzw. Absperren ungünstig ist, beispielsweise in Altenheimen oder schlecht zugänglichen Wohnungen.

Rundzylinder

Der Rundzylinder ist an seiner Form klar erkennbar. In den 60er Jahren war diese Schlossart Standard. Heute sind sie weniger verbreitet, dafür gibt es viele andere Arten von Türen und Schlössern. Rundzylinder existieren auch als Doppelzylinder, d.h. einem Innen- und einem Außenzylinder mit 3 cm Durchmesser. Beim Rundzylinder zeigt der Schlüsselbart, im Gegensatz zum Profilzylinder, meist nach oben.

Schließzylinder

Der Schließzylinder ist der Teil des Schlosszylinders, in den der Schlüssel eingesteckt wird. Er besteht aus zwei Teilen: Gehäuse und Zylinderkern. Der Zylinderkern ist mithilfe des Schlüssels beweglich. Es gibt zwei verschiedene Normen für Schließzylinder: DIN EN 1303 “Schließzylinder für Schlösser” und DIN 18252 “Profilzylinder für Türschlösser”. Je weiter ausgefeilt und entwickelt das Schloss ist, desto höher ist die Sicherheit. Sie sollten daher beim Kauf auf Anbieter von Qualitätsschlössern achten. Oftmals werden mechanische Schlösser bereits von elektronischen abgelöst.